Lehrveranstaltungen FS15

Kolloquien

Forschungsergebnisse zur naturwissenschaftlichen, ur- und frühgeschichtlichen sowie provinzialrömischen Archäologie

Zeit: Mo 18:15-20:00 Uhr

Daten: Programm folgt
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 184
ECTS-Punkte: 1

Verschiedene Gastdozierende oder Forschende des IPNA und der UFG referieren zu aktuellen Forschungsthemen aus der Prähistorischen und Naturwissenschaftlichen Archäologie bzw. Ur- und Frühgeschichte.

Programm

Vorlesungen

Epochenüberblick: Archäologie der Merowingerzeit. Kultur und Gesellschaft im 5. bis 8. Jahrhundert

Dozent: Prof. Dr. Sebastian Brather
Zeit: Fr 10.15-12.00 Uhr
Beginn: 20.02.2015
Ort: Kollegienhaus, Hörsaal 114
ECTS-Punkte: 2

Gegenstand der Vorlesung sind das 5. bis 8. Jahrhundert in Zentraleuropa. Erörtert werden die für die Gebiete entlang der Peripherie des ehemaligen römischen Reichs – von Britannien bis Pannonien – damals charakteristischen "Reihengräberfelder" ebenso wie dörfliche Siedlungsformen, soziale Repräsentation und Etablierung der Kirche, Handwerk und Austausch sowie Grundlagen archäologischer Chronologien und Interpretationen. Der Blick wird anschließend auf die südlichen, nördlichen und östlichen Nachbarregionen ausgeweitet.

Literatur:

Hubert Fehr, Germanen und Romanen im Merowingerreich. Frühgeschichtliche Archäologie zwischen Wissenschaft und Zeitgeschehen. Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Ergänzungsband 68 (Berlin, New York 2010); Helena Hamerow, Early medieval settlements. The archaeology of rural communities in North-West Europe 400–900 (Oxford 2002); Claudia Theune, Germanen und Romanen in der Alamannia. Strukturveränderungen aufgrund der archäologi-schen Quellen vom 3. bis zum 7. Jahrhundert. Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Ergänzungsband 45 (Berlin, New York 2004).

Die Schweiz in römischer Zeit (Teil V): Religion und Bestattungssitten

Dozierende: Dr. Ernst Örni Akeret, PD Dr. Sabine Deschler-Erb, Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: Mo 08:15-10:00 Uhr

Beginn: 02.03.2015
Ort: Kollegienhaus, Hörsaal 114
ECTS-Punkte: 2

Die Vorlesung soll einen Überblick über die wesentlichen Aspekte der gallorömischen Religion und der Bestattungssitten im Gebiet der heutigen Schweiz und in den Nordwestlichen Provinzen des Imperium Romanum zwischen dem frühen 1. Jh. und dem 5. Jh. n. Chr. vermitteln.

Literatur:

P. Fasold/T. Fischer/H. von Hesberg u.a. (Hrsg.), Bestattungssitte und kulturelle Identität. Grabanlagen und Grabbeigaben der frühen römischen Kaiserzeit in Italien und den Nordwest-Provinzen. Kolloquium in Xanten vom 16. bis 18. Februar 1995: "Römische Gräber des 1. Jhs. n. Chr. in Italien und den Nordwestprovinzen". Xantener Ber. 7 (Köln i.e. Pulheim 1998); P. Fasold/M. Witteyer, Tradition und Wandel im Grabbrauch Rätiens und Obergermaniens während der frühen Kaiserzeit. In: Römischer Bestattungsbrauch und Beigabensitten. Internationales Kolloquium, Rom 1.-3. April 1998. Palilia 8 (Wiesbaden 2001) 293-304; ? S. Martin-Kilcher, Römische Gräber ? Spiegel der Bestattungs- und Grabsitten. In: J. Scheid (éd.), Pour une archéologie du rite. Nouvelles perspectives de l?archéologie funéraire. Collection de l?école française de Rome 407 (Rom 2008) 9-27.

Proseminar

Dark Ages? Der Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter aus archäologischer Sicht

Dozentin: M.A. Anna Flückiger
Zeit: Do 14:00-16:00 Uhr

Beginn: 19.02.2015
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
ECTS-Punkte: 3

Im Fokus steht die Zeit zwischen Spätantike und Frühmittelalter, hier ca. das 4.-6. Jahrhundert n. Chr., auf dem Gebiet des entstehenden Frankenreichs der Merowingerkönige im heutigen Mitteleuropa. Wir beschäftigen uns in der Hauptsache mit Fallbeispielen unterschiedlicher archäologischer Quellengattungen, die uns Hinweise auf die Veränderungen - oder Kontinuitäten? - in dieser Zeit liefern. Dazu gehören verschiedene Arten von Siedlungsplätzen, darunter Städte, spätrömische Militärlager oder Höhensiedlungen, aber auch Bestattungsplätze, Deponierungen oder Plätze, an denen gekämpft wurde?
Zu diesen Befunden und Funden werden Referate vorbereitet. Bei ihrer Einordnung spielen verschiedene Probleme und Fragestellungen eine Rolle, zu denen wir Texte lesen werden. So erarbeiten wir uns den aktuellen Forschungsstand zum Thema, aber auch methodische Kompetenz und theoretisches Hintergrundwissen.

Seminare

"Schatzfunde" als archäologisch-historische Quelle

Dozentinnen: Dr. Gabriele Rasbach, Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: Di 13:00-16:00 Uhr

Beginn: 17.02.2015
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181
ECTS-Punkte: 3

Im Rahmen des Seminars sollen einerseits die verschiedenen Begriffsdefinitionen (Schatzfund, Hortfund, Verwahrfund, Recyclingdepot etc.) analysiert und gegeneinander abgegrenzt werden, andererseit auch das archäologisch-historische Aussagepotential dieser Quellengattung für die römische Epoche untersucht werden.

Literatur:

R. Reece, Interpreting Roman hoards. World Archaeology 20, 1988, 261 ff.;L. Pauli, Einige Bemerkungen zum Problem der Hortfunde. Arch. Korrbl. 15, 1985, 195 ff.; A. Abegg-Wigg / A. Rau (Hrsg.), Aktuelle Forschungen zu Kriegsbeuteopfern und Fürstengräbern im Barbaricum : Internationales Kolloquium unterstützt durch Carlsbergfondet, Schleswig 15.-18. Juni 2006. Schriften des Archäologischen Landesmuseums Ergänzungsreihe 4 (Neumünster 2008); H. Amrein u.a. , Römische Goldschätze = Trésors d'époque Romaine = Roman gold treasures = Tesori d'epoca Romana : vergraben und wiederentdeckt: Eine Ausstellung im Schweizerischen Landesmuseum, Zürich (Zürich 2008).

Ur- und Frühgeschichte Südwestdeutschlands

Dozent: PD Dr. Philipp Stockhammer
Zeit: Mi 12:00-16:00 Uhr

Termine: 18.2., 4.3., 18.3., 1.4., 22.4., 6.5., 20.5.
Ort: Kollegienhaus, Seminarraum 106
ECTS-Punkte: 3

Präsentation ausgewählter relevanter Fundkontexte, die während der Exkursion in Südwestdeutschland besucht werden, so etwa die paläolithischen Höhlen im Lone- und Achtal und die aus ihnen stammende Kunst, Pfahlbauten am Boden- und Federsee, Heuneburg mit ihren Prunkgräbern, Museen in Konstanz, Stuttgart und Hochdorf etc.

Literatur:

D. Planck (Hrsg.), Archäologie in Württemberg: Ergebnisse und Perspektiven archäologischer Forschung von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit (Stuttgart 1988).

Forschungsseminar

Bauen und Bauwerke in der griechischen und römischen Antike - Technik, Ideologie, historische Überlieferung

Dozent: Dr. Thomas Hufschmid
Zeit: Fr 14:15-16:00 Uhr

Beginn: 20.02.2015
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
ECTS-Punkte: 3

Ausgehend von konkreten Bauwerken und Bautypen (z. B. Kolosseum, Pantheon, Akropolis, Theaterbauten, Forumanlagen) sollen technische Aspekte des antiken Bauens untersucht werden. Die Bautechnik dient gleichzeitig als Aufhänger für gesellschaftliche und damit auch ideologische Fragen rund um das Bauen in der griechischen und römischen Antike. Zusätzlich erfolgt eine Auseinandersetzung mit literarischen und epigraphischen Quellen, um ein möglichst breites Bild vom antiken Bauwesen zu erhalten.

Literatur:

Stefano Camporeale et al. (eds.), Arqueología de la construcción I - III. Anejos de Archivo Español de Arqueologia 50; 57; 64 (Mérida 2008-2012). - Jean-Pierre Adam, La construction romaine (Paris 1989). - Adolf Hoffmann et al. (eds.), Bautechnik der Antike. DiskAB 5 (Mainz 1991). - Rabun Taylor, Roman builders (Cambridge 2003). - Mark Wlison Jones, Principles of Roman architecture (New Haven/London 2000). - Marie-Christine Hellmann, L'architecture grécque. 1. Les principes de construction (Paris 2002). - Robert Mark, Vom Fundament zum Deckengewölbe. Grossbauten und ihre Konstruktion von der Antike bis zur Renaissance (Basel 1995). - Ernst-Ludwig Schwandner/Klaus Rheidt, Macht der Architektur - Architektur der Macht. DiskAB 8 (Mainz 2004).

Übungen

Fachwissenschaftliches Schreiben und Publizieren

Dozentin: Dr. Sandra Pichler
Zeit: Mi 10:15-12:00 Uhr

Beginn: 18.02.2015
Ort: Rosshofgasse (Schnitz)
ECTS-Punkte: 2

Wissenschaftliches Schreiben ist ein zentraler Bestandteil des Studiums, sei es in Form von Praktikumsberichten, Referaten, Seminar- oder Abschlussarbeiten. Die Übung bietet Anleitung und praktische Unterstützung bei der Vorbereitung, der Gliederung und dem Schreiben von wissenschaftlichen Texten. Dabei befassen wir uns aktiv mit allen Stadien der Textentstehung, von der Planung über das "Wie fange ich an?" und das Überwinden von Schreibblockaden bis hin zur Überarbeitung und dem Abschliessen eigener Texte. Im Verlauf der Veranstaltung verfassen die TeilnehmerInnen eigene Texte und präsentieren aktuelle fertige/unfertige Schreibporjekte, z.B. Seminararbeiten oder Poster, die wir in der Gruppe intensiv formal und inhaltlich besprechen. Dadurch gewinnen nicht nur die behandelten Texte, sondern die Kompetenz der TeilnehmerInnen im wissenschaftlichen Schreiben wird insgesamt gestärkt und sie profitieren für zukünftige Schreibprojekte in Studium und Beruf.

Literatur:

Esselborn-Krumbiegel H (2008) Von der Idee zum Text : eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben im Studium. UTB 2334. Paderborn: Schöningh.
Kruse O (2007) Keine Angst vor dem leeren Blatt: ohne Schreibblockaden durchs Studium. Campus concret 16. Frankfurt/M: Campus.
Mayer P (2010) 77 mal wissenschaftliches Schreiben - eine Anleitung. Basel : Advanced Study Centre, Universität.

Typologie, Technologie und Rohstoffe II: Bronze- und Eisenzeit

Dozenten: lic.phil. Adrian Huber, lic.phil. Stephan Schreyer
Zeit: Fr 14:15-17:00 Uhr

Beginn: 20.02.2015
Weitere Termine: Sitzung vom 07.03.2015 - Materialkurs in Stettbach KAZH à 9 Lektionen: 09:15-12:00 13:00-17:00 Uhr Sitzung vom 11.04.2015 - Materialkurs in Stettbach KAZH à 9 Lektionen: 09:15-12:00 13:00-17:00 Uhr
Termine, jeweils freitags in Basel, 14.15-17.00h, am 20.2.15, 20.3.15 und 8.5.15 Termine, jeweils samstags in Zürich, 9.15-17.00h, am 7.3.15 und 11.4.15
Ort: Rosshof, Labor 006
ECTS-Punkte: 3

Die Veranstaltung ist praxisorientiert. Die Vermittlung der genannten Lernziele erfolgt deshalb unter systematischer Einbeziehung von Originalfunden.

Literatur:

SPM III-VI
Hinweise auf weiterführende Literatur folgen in der Lehrveranstaltung.

Tutorat

Einführung in die Vermessungskunde

Dozierende: dipl. Lukas Richner, Prof. Dr. Brigitte Röder
ECTS-Punkte: 2

Die Sitzung zur Absprache der Termine findet am Montag, den 2.3.15 von 13-17 Uhr statt, der Raum wird noch bekannt gegeben.

- Vermessungskunde (CH Vermessungsnetz, Weltkoordinatensystem usw.)
- Vermessungsinstrumente / Methoden (Tachymeter, Nivellement GPS usw.)
- Auswertung (CAD, GIS usw.)
- Fallbeispiele in der Archäologie
In einem praktischen Teil wird das Erlernte angewendet. Die TeilnehmerInnen führen selbst Messungen durch und werten diese aus

Literatur:

Zeitschrift ?Geomatik Schweiz? (http://retro.seals.ch/digbib/vollist?UID=geo-007)
http://www.cadastre.ch/
http://www.swisstopo.admin.ch/internet/swisstopo/de/home/topics.html

Praktikum

Lehrgrabung Les Bagnoles

Dozentin: Prof. Dr. Brigitte Röder
Termine: 26.7.-23.8.2015
ECTS-Punkte: 4

Die Lehrgrabung, die in Zusammenarbeit mit französischen Partnerinstitutionen und dem IPNA durchgeführt wird, gilt einer Chasséen-Fundstelle im Rhônetal. Die Studierenden werden in elementare Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken und in archäobiologische Feldmethoden eingeführt (Freilegen, Photographieren, Zeichnen, Vermessen, Befundbeschreibung, Beprobungen, Fundverwaltung etc.). Darüber hinaus vermittelt die Veranstaltung Kenntnisse des südfranzösischen Neolithikums und ermöglicht mit kleinen Exkursionen den Besuch von Fundstellen in der Region. Durch die Zusammenarbeit mit französischen Dozierenden und Partnerinstitutionen erhalten die TeilnehmerInnen Einblicke in die Organisation der französischen Archäologie, sie können Kontakte knüpfen und die französische Fachsprache erlernen.

Literatur:

Jean-Philippe Sargiano, Samuel van Willigen, André D?Anna, Stéphane Renault, Katja Hunger, Marie Woerle-Soares, Robert Gaday, Les Bagnoles à l?Isle-sur-la-Sorgue (Vaucluse). Aspects nouveaux dans le Néolithique moyen du midi de la France. Gallia Préhistoire 52, 2010, 193-239.

Grabung, Museum, Öffentlichkeitsarbeit

Dozent: Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz
Beginn: 16.02.2015
ECTS-Punkte: 6

Siehe M.A.-Ordnung; die konkreten Ziele werden in diesem Rahmen individuell vereinbart.

Auswertung Bauuntersuchung Wachttürme Möhlin & Koblenz (AG)

Dozierende: BA Tina Lander, Dr. Daniel Schuhmann, Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: Die Sitzungsdaten und Modalitäten werden mit den Teilnehmenden im Verlaufe des Dezember 2014 vereinbart.
Beginn: 16.02.2015
ECTS-Punkte: 4

Literatur:

Unterlagen und Grabungsdokumentation zu den Bauuntersuchungen in Koblenz und Möhlin.

Exkursionen

Ur- und frühgeschichtliche Highlights in Südwestdeutschland 2 KP

Dozent: PD Dr. Philipp Stockhammer
Termine: 2.6.-7.6.2015
ECTS-Punkte: 2

Samstags-Exkursionen

Daneben finden regelmässig Samstags-Exkursionen statt. Sie werden in Kooperation mit der Integrativen Prähistorischen und Naturwissenschaftlichen Archäologie (IPNA) organisiert und können auf deren Internetseite eingesehen werden.