Lehrveranstaltungen FS16

Vorlesung

Die Schweiz in römischer Zeit (Teil I): Grundzüge der historischen Entwicklung bis 115 n. Chr.

Dozent: Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: Mo 08:15-10:00 Uhr

Beginn: 22.02.2016
Ort: Kollegienhaus, Hörsaal 120
ECTS-Punkte: 2

Die Vorlesung bildet den ersten Teil eines fünfsemestrigen Zyklus (SRZ I - SRZ IV). Im 1. Teil (SRZ I) werden – jeweils unter Berücksichtigung der Ereignisse und der Situation im angrenzenden Ausland – vornehmlich folgende Aspekte thematisiert: Quellen & Methoden der provinzialrömischen Archäologie, Forschungsgeschichte, Gründzüge der historischen Entwicklung zwischen ca. 120 v. Chr. (Genava kommt unter römische Kontrolle) und 115 n. Chr. (letzte Vorverlegung des Obergermanisch-Raetischen Limes).

Literatur:
T. Bechert, Die Provinzen des römischen Reiches: Einführung und Überblick. Orbis Provinciarum - Zaberns Bildbände zur Archäologie (Mainz 1999); R. Frei-Stolba, Daniel Paunier: Die römische Epoche: Die Integration in die Mittelmeerwelt. In: G. Kreis (Hrsg.), Die Geschichte der Schweiz (Basel 2014) 38-72; Th. Fischer et al., Die römischen Provinzen – Eine Einführung in ihre Archäologie (Stuttgart 2001); Imperium Romanum I: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (Hrsg.), Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. Begleitband zur Grossen Landesausstellung Baden-Württemberg 2005 (Stuttgart 2005); SPM V: Schweizerische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (Hrsg.), Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter, Bd. V: Römische Zeit –Bäder – Reben – Legionen (Basel 2002); F. Stähelin, Die Schweiz in römischer Zeit (Basel 1948³).

Epochenübersicht Eisenzeit

Dozentin: Prof. Brigitte Röder
Zeit: Do 08:15-10:00 Uhr

Beginn: 25.02.2016
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
ECTS-Punkte: 2

Die Vorlesung ist Teil des Epochenüberblicks und soll Grundlagenwissen über die Eisenzeit vermitteln. Der geographische Schwerpunkt liegt auf der Schweiz mit Ausblicken auf angrenzende Regionen. Unter anderem werden folgende Themen behandelt: Chronologie und Kulturgruppen, Naturraum und Klima, Siedlungs- und Bestattungswesen, Religion, Wirtschaft und Gesellschaft.

Literatur:
Felix Müller/Gilbert Kaenel/Geneviève Lüscher (Hg.) Eisenzeit. Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter 4. Basel 1999. - Felix Müller/Geneviève Lüscher, Die Kelten in der Schweiz. Stuttgart 2004. - Sabine Rieckhoff/Jörg Biel, Die Kelten in Deutschland. Stuttgart 2001.

Proseminar

Einführung in die provinzialrömische Archäologie

Dozentin: Dr. Gabriele Rasbach
Zeit: Do 13:15-16:00 Uhr
, 14-täglich
Beginn: 01.03.2016
Ort: Rosshof, Tagungsraum 306
ECTS-Punkte: 3

Das von Th. Fischer et al. verfasste Überblickswerk "Die römischen Provinzen - Eine Einführung in ihre Archäologie (Stuttgart 2001)" deckt viele, aber nicht alle Aspekte der Provinzialrömischen Archäologie ab. Die wichtige und grundlegende Publikation ist zudem kaum illustriert. Im Rahmen des Proseminars sollen auf Basis von Literaturrecherchen einerseits geeignete Abbildungen zu den einzelnen Themen zusammengetragen und diskutiert werden.

Literatur:
T. Bechert, Die Provinzen des römischen Reiches: Einführung und Überblick. Orbis Provinciarum - Zaberns Bildbände zur Archäologie (Mainz 1999); H. Botermann, Wie aus Galliern Römer wurden - Leben im römischen Reich (Stuttgart 2005); M. Carroll, Römer, Kelten und Germanen. Leben in den germanischen Provinzen Roms (Stuttgart 2003); W. Drack/R. Fellmann, Die Römer in der Schweiz (Stuttgart/Jona 1988); R. Fellmann, La Suisse gallo-romaine. Cinq siècles d'histoire (Lausanne 1992); Th. Fischer et al., Die römischen Provinzen - Eine Einführung in ihre Archäologie (Stuttgart 2001); Imperium Romanum I: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg (Hrsg.), Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau. Begleitband zur Grossen Landesausstellung Baden-Württemberg 2005 (Stuttgart 2005); SPM V: Schweizerische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (Hrsg.), Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum frühen Mittelalter, Bd. V: Römische Zeit: Bäder - Reben - Legionen (Basel 2002); F. Stähelin, Die Schweiz in römischer Zeit (Basel 1948³).

Frühgeschichtliche Gräberarchäologie. Von der römischen Kaiserzeit bis zur Karolingerzeit 

Dozentin: MA Anna Flückiger
Zeit: Do 14:15-16:00 Uhr

Beginn: 25.02.2016
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181
ECTS-Punkte: 3

Das Proseminar beschäftigt sich mit Bestattungen von der römischen Kaiserzeit bis in die Karolingerzeit. Wir betrachten und hinterfragen archäologisch fassbare Phänomene, die von den sog. Fürstengräbern der römischen Kaiserzeit im "Barbaricum", römischen Grabsitten zur Spätantike hin über spätantike Waffengräber zu merowingerzeitlichen Reihengräberfeldern und zuletzt bis hin zu den Anfängen des mittelalterlichen Kirchfriedhofs reichen.
Zu diesen Befunden und Funden werden Referate vorbereitet. Bei ihrer Einordnung spielen verschiedene Probleme und Fragestellungen eine Rolle, zu denen wir Texte lesen werden. So erarbeiten wir uns den aktuellen Forschungsstand zum Thema, aber auch methodische Kompetenz und theoretisches Hintergrundwissen.

Grundlagenliteratur:
Wer folgende zwei Bände bislang zu lesen versäumt hat, soll das vor Kursbeginn nachholen:
- H.-J. Eggers, Einführung in die Vorgeschichte. Mit einem Nachwort von C. Theune (6. Aufl., Berlin 2010).
- M. K. H. Eggert, Prähistorische Archäologie. Konzepte und Methoden (Tübingen, Basel, verschiedene Auflagen und Jahrgänge).

Thematische Literatur:
Relevant sind in den SPM-Bänden V, VI und VII jeweils die Kapitel zu den Bestattungen.

Seminare

Eisenzeitliche Prunkgräber

Dozentin: Prof. Brigitte Röder
Zeit: Do 14:15-16:00 Uhr

Beginn: 25.02.2016
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
ECTS-Punkte: 3

Die Prunkgräber der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit sind ein wichtiger Fokus der Eisenzeitforschung. An ihnen lassen sich nicht nur die Beziehungen zum Mittelmeergebiet am deutlichsten fassen, darüber hinaus sind sie auch ein Kristallisationspunkt für sozialgeschichtliche Fragen. So beruhen die Vorstellungen der Eisenzeitforschung von der Struktur und Organisation der betreffenden Gesellschaften, von sozialen, politischen und von Alters- und Geschlechterhierarchien sowie vom Verhältnis von politischer, wirtschaftlicher und religiöser Macht in hohem Masse auf der Interpretation der Prunkgräber.
Diese sozialgeschichtlichen Vorstellungen sollen im Seminar anhand der Deutungsgeschichte markanter Fallbeispiele herausgearbeitet werden. Eine wichtige Leitfrage für die Analyse wird dabei sein, wer in den Gräbern bestattet wurde, d.h. welche soziale, politische und/oder wirtschaftliche Position den Bestatteten zugeschrieben wird. Darüber hinaus wird untersucht, auf welcher Datengrundlage die Deutungen beruhen, auf welche Theoriekonzepte sie rekurrieren und in welche Narrative sie eingebunden sind. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, ob der Bestattungskult einer schmalen Oberschicht zwingend die Sozialstruktur und politische Organisation einer Gesellschaft abbildet, bzw. welche anderen Aspekte sich in ihm manifestieren könnten.

Literatur:
Kerstin P. Hofmann, Gräber und Totenrituale: Zu aktuellen Theorien und Forschungsansätzen. In: Manfred K. H. Eggert und Ulrich Veit (Hrsg.), Theorie in der Archäologie. Zur jüngeren Diskussion in Deutschland. Tübinger archäologische Taschenbücher 10. Münster, New York, München, Berlin 2013, 269-298. - Raimund Karl, Warum nennen wir ihn nicht einfach Dietrich? Zum Streit um des dorfältesten Hochdorfer Sakralkönigs Bart. In: Raimund Karl und Jutta Leskovar (Hrsg.), Interpretierte Eisenzeiten 1. Fallstudien, Methoden, Theorie. Studien zur Kulturgeschichte von Oberösterreich Folge 18. Linz 2005, 191–202. - Carola Metzner-Nebelsick, Wagen- und Prunkbestattungen von Frauen der Hallstatt- und frühen Latènezeit in Europa. Ein Beitrag zur Diskussion der sozialen Stellung der Frau in der älteren Eisenzeit. In: Jennifer M. Bagley, Christiana Eggl, Daniel Neumann und Michael Schefzik (Hrsg.), Alpen, Kult und Eisenzeit. Festschrift für Amei Lang zum 65. Geburtstag. Internationale Archäologie. Studia honoraria. Rahden/Westfalen 2009, 237-270. - Bettina Arnold, Machtbeziehungen und Geschlechterdifferenz in der vorgeschichtlichen Eisenzeit Europas. In: Bernhard Heininger, Stephanie Böhm und Ulrike Sals (Hrsg.), Machtbeziehungen, Geschlechterdifferenz und Religion. Geschlecht - Symbol-– Religion 2. Münster 2004, 9-34. - Paul Gleirscher, Hügelgräber und Herrschaftsbereiche im Ostalpenraum. Arheološki vestnik 56, 2005, 99-112. - Markus Egg, Anmerkungen zu den Fürstengräbern im Osthallstattkreis. In: Claus von Carnap-Bornheim, Dirk Krauße und Anke Wesse (Hrsg.), Herrschaft - Tod - Bestattung. Zu den vor- und frühgeschichtlichen Prunkgräbern als archäologisch-historische Quelle. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 139. Bonn 2006, 41-60.

Theorien in der Archäologie

Dozent: PD Dr. Philipp Stockhammer
Zeit: Mi 12:15-16:00 Uhr
, 14-täglich
Beginn: 24.02.2016
Ort: Rosshof, Tagungsraum 306
ECTS-Punkte: 3

Lange Zeit hat man der deutschsprachigen Archäologie vorgeworfen, nicht an Theorien interessiert zu sein. Dem war auch lange Zeit so, doch seit 2000 hat sich viel getan! Im Seminar soll es darum gehen, aktuelle theoretische Ansätze in der deutschsprachigen, anglo-amerikanischen und skandinavischen Theoriediskussion vorzustellen, zu vergleichen und auf ihre Sinnhaftigkeit für unsere archäologische Herangehensweise zu überprüfen.

Literatur:
J. Bintliff, The death of archaeological theory? In: J. L. Bintliff/M. Pearce (Hrsg.), The Death of Archaeological Theory? (Oxford, Oakville 2011) 7-22.
S. Burmeister, Migration und Ethnizität: Zur Konzeptualisierung von Mobilität und Identität. In: M. K. H. Eggert/U. Veit (Hrsg.), Theorie in der Archäologie: Zur jüngeren Diskussion in Deutschland. Tübinger Archäologische Taschenbücher 10 (Münster 2013) 229-267.
A. Gramsch, Theory in Central European Archaeology: dead or alive? In: J. L. Bintliff/M. Pearce (Hrsg.), The Death of Archaeological Theory? (Oxford, Oakville 2011) 48–71.
M. Hegmon, Setting Theoretical Egos Aside: Issues and Theory in North American Archaeology. American Antiquity 68, 2, 2003, 213-243.

Übungen

Bestimmen, Inventarisieren und Katalogisieren von Kleinfunden aus dem Brüniggebiet 

Dozierende: BA Tina Lander, Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: ganztägig 7.6.2016 bis 11.6.2016
ECTS-Punkte: 2

Im Rahmen der Übung sollen die in den Jahren 2012-2015 bei den archäologischen Prospektionen im Gebiet des Brünigpasses zum Vorschein gekommenen prähistorischen, römischen, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Kleinfunde bestimmt, inventarisiert und katalogisiert werden.
Des Weiteren soll festgelegt werden, welche Kleinfunde in der für 2017 geplanten Sonderausstellung im Historischen Museum Obwalden gezeigt werden sollen.
Nota bene: Die konzeptionelle und inhaltliche Vorbereitung der Ausstellung erfolgt im Rahmen einer weiteren LV im HS 2016.

Literatur:
Nagy, P./Schwarz, P.-A. (2013) Archäologische Prospektionen im Kanton Obwalden. Vorbericht zur Kampagne 2012. JbAS 96, 2013, 152–164; Nagy, P./Schwarz, P.-A. (2014) Archäologische Prospektionen im Kanton Obwalden. Vorbericht zur Prospektionskampagne 2013. JbAS 97, 2014, 180–194; Nagy, P./Schwarz, P.-A. (2015) Archäologische Prospektionen im Brüniggebiet - Vorbericht zur Prospektionskampagne 2104 in Lungern OW und Meiringen BE. JbAS 98, 2015, 154-174.

Typologie, Technologie und Rohstoffe III: Römische Zeit und Frühmittelalter 

Dozierende: lic.phil. Martin Allemann, MA Anna Flückiger
Zeit: Fr 14:15-16:00 Uhr

Beginn: 26.02.2016
Ort: Rosshof, Labor 006
ECTS-Punkte: 3

Einführung in die Fundgattungen römerzeitlichen bis frühmittelalterlichen Fundmaterials sowie ihre Formenkunde, Datierung und Herstellung

Literatur:
Folgt

Tod, Trauer und Trost: Zum Umgang mit dem Sterben in der Antike

Dozierende: lic.phil. Jakob Baerlocher, MA Marta Imbach
Zeit: Fr 08:15-10:00 Uhr

Beginn: 30.09.2016
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 02
ECTS-Punkte: 3

Der Tod als Zäsur und immanenter Sinn des Lebens im Sinne der heideggerschen Definition des Menschen als ein „Sein zum Tode“ ist Thema dieser Übung. Anhand ausgewählter Befunde, Monumente und Texte werden die kulturellen Techniken der griechisch-römischen Antike zum Umgang mit dem Tod thematisiert. Behandelt wird die antike ars moriendi - die Kunst des Umgangs mit dem Tod. Dabei sollen im speziellen die Riten und Handlungen beleuchtet werden, die das Sterben und den Tod begleiteten und auf diese Weise den Schrecken kontrollierten bzw. kanalisierten. Des Weiteren werden die mannigfaltigen Erscheinungen der Trauer der Hinterbliebenen sowie die Rekonstruktion von deren ritualisierten Bewältigungsmechanismen beleuchtet.

Literatur:
D. Graen (Hrsg.), Tod und Sterben in der Antike (Stuttgart 2011)
J. Rüpke - J. Scheid (Hrsg.), Bestattungsrituale und Totenkult in der römischen Kaiserzeit (Stuttgart 2010)

Einführung in die römische Keramik

Dozentin: lic.phil. Sandra Ammann
Zeit: Fr 12:15-14:00 Uhr

Beginn: 26.02.2016
Ort: Rosshof, Labor 006
ECTS-Punkte: 3

In der Übung wird ausgehend von Originalfunden und verschiedenen publizierten Referenzensembles aus dem Gebiet der Nordwestschweiz die Keramik des 1.-3. Jh. n. Chr. genauer betrachtet. Der Materialkurs soll Typologie und wichtigste Literatur praktisch vermitteln. Im Laufe der Übung haben die Teilnehmer die Gelegenheit, römische Keramikfunde zu bestimmen, zu katalogisieren, zu zeichnen und lernen diese anhand von Referenzensembles zeitlich einzuordnen.

Literatur:
C. Schucany, S. Martin-Kilcher, L. Berger, D. Paunier (Hrsg.), Römische Keramik in der Schweiz. Antiqua 31 (Basel 1999).
R. Brulet (Hrsg.), La céramique romaine en Gaule du Nord: Dictionnaire des céramiques. La vaisselle à large diffusion (Turnhout 2010).

Vorbereitung der Exkursion nach Ungarn

Dozenten: Dr. Ernst Örni Akeret, lic.phil. Jakob Baerlocher, PD Dr. Sabine Deschler-Erb, Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: Kick-off-Sitzung nach Absprache, Exkursion im September
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 2

Die römische Provinz Pannonien, die Teile des heutigen Ungarns, Österreichs, Serbiens, Sloweniens und Kroatiens umfasste, entwickelte sich ab dem späten 1. Jh. n. Chr. zu einem der bedeutendsten historischen Schauplätze der römischen Kaiserzeit. Mit dem Limes Pannonicus und der Bernsteinstrasse, die die Provinz querte, seien nur zwei der für diese Provinz so wichtigen Einrichtungen erwähnt. Durch die Verbindung der römischen Einflüsse mit den lokalen Traditionen entstand hier eine einzigartige Ausprägung der provinzialrömischen Kultur. Im Rahmen der für den Herbst geplanten (voraussichtlich September) Exkursion werden wir uns mit der bewegten Geschichte dieser Provinz von ihren Anfängen bis zu Spätantike sowie ihrer Kultur beschäftigen.

Literatur:
L. Borhy, Die Römer in Ungarn (Darmstadt 2014); A. Kiss, Das römerzeitliche Wagengrab von Kozarmisleny (Ungarn, Kom. Baranya) (Budapest 1989); Z. Visy, der pannonische Limes in Ungarn (Stuttgart 1988)

Praktika

Bauuntersuchung Wachturm Wallbach-Stelli (AG)

Dozent: Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: tageweise Einsätze im August und September (nach Vereinbarung)
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 4

Die Kantonsarchäologie Aargau und die Vindonissa-Professur haben 2014 ein gemeinsames längerfristiges Projekt zur Erforschung, Sanierung und „mise en valeur“ der spätantiken Wachtürme am Hochrhein lanciert.
Im Rahmen dieses Projekts erfolgt im Jahr 2016 die Dokumentation und Bauuntersuchung der spätantiken Anlage Wallbach-Stelli. Parallel dazu soll das im Fricktalermuseum in Rheinfelden aufbewahrte Fundmaterial aus den Altgrabungen in der spätantiken Anlage Wallbach-Stelli katalogisiert werden sowie die Grunddokumentation des spätantiken Wachturms Rheinfelden-Pferrichgraben erstellt werden.

Literatur:
W. Drack, Die spätrömische Grenzwehr am Hochrhein. Archäologische Führer der Schweiz 13 (2. überarbeitete Auflage Basel 1993); K. Stehlin, V. von Gonzenbach, Die spätrömischen Wachttürme am Rhein von Basel bis zum Bodensee. 1. Untere Strecke: von Basel bis Zurzach (Basel 1957); P.-A. Schwarz (mit Beiträgen von S. Ammann, S. Deschler-Erb, J. Fankhauser, L. Freitag, S. Jeanloz, T Lander und D. Schuhmann), Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau I. Die Wachtürme Koblenz-Kleiner Laufen, Möhlin-Fahrgraben und Möhlin-Untere Wehren. Jber. GPV 2014, 37–68.

Lehr- und Forschungsgrabung in Gergovia

Dozentin: Prof. Brigitte Röder
Zeit: 7.8. bis 4.9.2016
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 4

Die Lehrgrabung, die in Zusammenarbeit mit französischen Partnern durchgeführt wird, gilt dem Oppidum von Gergovia in der Auvergne. Die vorgesehenen Grabungsflächen liegen im Bereich des Südtores und im Zentrum der Siedlung, wo das "Forum" vermutet wird. Die Studierenden werden in elementare Ausgrabungs- und Dokumentationstechniken eingeführt (Freilegen, Photographieren, Zeichnen, Vermessen, Befundbeschreibung, Beprobungen, Fundverwaltung etc.). Darüber hinaus vermittelt die Veranstaltung Kenntnisse der Latènezeit in der Auvergne und ermöglicht mit kleinen Exkursionen den Besuch von Fundstellen in der Region. Ausserdem erhalten die TeilnehmerInnen Einblicke in die Organisation der französischen Archäologie, sie können Kontakte knüpfen und die französische Fachsprache erlernen.

Literatur:
ARTEVELLE (H.), MENNESSIER-JOUANNET (C.), ARBARET (N.), La capitale des Arvernes, une histoire en boucle. In: Les Gaulois sont dans la ville, Actes du XXXIIe colloque AFEAF, Bourges, 1-4 mai 2008, RACF, supp. 35, 293-316. - Yann Deberge, François Baucheron, Ulysse Cabezuelo, Pierre Caillat, Esther Gatto, Christophe Landry, Daniel Leguet, Jean-François Pasty, Thomas Pertlweiser, Christine Vermeulen et Gérard Vernet, Témoignages de la Guerre des Gaules dans le bassin clermontois, nouveaux apports. Revue archéologique du Centre de la France [En ligne] 53, 2014, mis en ligne le 15 avril 2015: http://racf.revues.org/2071 _- Guichard V., Leguet D., Malacher F., Tourlonias D., S.v. La Roche-Blanche. In: PROVOST M., MENNESSIER-JOUANNET Chr., Le Puy de Dôme-63, Carte archéologique de la Gaule, Paris, Académie des Inscriptions et Belles Lettres 267-290. - JUD (P.) avec des contributions de LOUGHTON (M. E.) et ARGANT (Th.), Gergovie, La Roche-Blanche (63), Rapport de fouille 2014. Rapport de fouille programmée. SRA Auvergne (en ligne sur academia.edu). – T. Pertlwieser, Y. Deberge, I. Ott, Das südliche Befestigungswerk des Oppidums von Gergovia (Puy-de-Dôme). In: S. Fichtl, Murus celticus: Architecture et fonction des remparts de l'âge du Fer. Actes de la table ronde du 11, 12 octobre 2006, Glux-en-Glenne, Bibracte, 19, Glux-en-Glenne 2010, 281-296.

Prospektion gallorömisches Heiligtum Paplemont (Cornol, JU) 

Dozent: Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: 22.-24. März 2016
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 1

Im Rahmen der Prospektion sollen einerseits die noch nicht prospektierten Areale im Bereich des mutmasslichen gallo-römischen Heiligtums auf der Colline de Paplemont prospektiert werden, andererseits die Standorte der Grabungsflächen, die Rahmen der Forschungsgrabung untersucht werden sollen, evaluiert und festgelegt werden.

Literatur:
P.-A. Schwarz (mit Beiträgen von M. Joos, L. Meyer, Ph. Morel, M. Mundschin, M. Peter und W.B. Stern), Die spätlatènezeitliche und spätrömische Höhensiedlung auf dem Mont Terri (Cornol JU). Die Ergebnisse der Grabungskampagne 1987. Basler Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Band 13 (Derendingen-Solothurn 1993); P.-A. Schwarz, Le Mont Terri. Guides archéologiques de la Suisse No. 26 (Porrentruy 1991); J.-D. Demarez, Repertoire archéologique du Canton du Jura du Ier siècle avant J.C. au VIIe siecle après J.C. CAJ 12 (Porrentruy 2001); • Société Jurassienne d’Émulation – Cercle d’Archéologie (éd.), Guide archéologique du Jura et du Jura Bernois (Porrentruy 1997).

Forschungsgrabung gallorömisches Heiligtum Paplemont (Cornol, JU) 

Dozent: Prof. Peter-Andrew Schwarz
Zeit: 13.6. bis 1.7.2016
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 3

Auf der Colline de Paplemont (Gde. Cornol (JU) sind in den vergangenen Jahren bei verschiedenen Prospektionsgängen zahlreiche keltische und römische Münzen sowie andere Kleinfunde aus Metall zum Vorschein gekommen, die auf die Existenz eines gallo-römischen Heiligtums schliessen lassen. Im Rahmen der Forschungsgrabung sollen an geeigneten Stellen kleinere Flächengrabungen durchgeführt werden, um mehr über das mutmassliche Heiligtum zu erfahren.
Desweiteren sollen im Bereich der auf den Luftbildern und LIDAR-Aufnahmen gut erkennbaren Gelände-Anomalien bei der am Fuss des Paplemont gelegenen mittelalterlichen Kapelle St. Gélin Sondierschnitte angelegt werden, um abzuklären, ob es sich dabei allenfalls um die Überreste einer römischen villa rustica handelt.

Literatur:
P.-A. Schwarz (mit Beiträgen von M. Joos, L. Meyer, Ph. Morel, M. Mundschin, M. Peter und W.B. Stern), Die spätlatènezeitliche und spätrömische Höhensiedlung auf dem Mont Terri (Cornol JU). Die Ergebnisse der Grabungskampagne 1987. Basler Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Band 13 (Derendingen-Solothurn 1993); P.-A. Schwarz, Le Mont Terri. Guides archéologiques de la Suisse No. 26 (Porrentruy 1991); J.-D. Demarez, Repertoire archéologique du Canton du Jura du Ier siècle avant J.C. au VIIe siecle après J.C. CAJ 12 (Porrentruy 2001); • Société Jurassienne d’Émulation – Cercle d’Archéologie (éd.), Guide archéologique du Jura et du Jura Bernois (Porrentruy 1997).

Grabung, Museum, Öffentlichkeitsarbeit

Dozentin: Prof. Brigitte Röder
Beginn: 22.02.2016
ECTS-Punkte: 6

Siehe M.A.-Ordnung; die konkreten Ziele werden in diesem Rahmen individuell vereinbart.

Exkursionen

Es finden regelmässig Wochenend-Exkursionen statt. Sie werden in Kooperation mit der Integrativen Prähistorischen und Naturwissenschaftlichen Archäologie (IPNA) organisiert und können auf deren Internetseite eingesehen werden.